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Sind Tablets nur ein Hype? – Zu 95% – JA!

17. Dezember 2012

Gerade gefunden:

Tablets sind ein Hype!  – Ein sehr pointierter und schonungsloser Kommentar zum Thema „Tablets“  (NICHT Tablet PCs) von Beat  Döbeli Honegger.

Er zeigt gut, dass Tablets an sich nicht besonders viele neue bzw.  wichtige Möglichkeiten in der Schule bieten, außer im Grundschulbereich.

1:1 eingesetzt bzw. als bring-your-own-device könnten sie Sinn machen, aber eben auch nicht als Revolution des Lernens usw …

 

 

NMC Horizon Report 2012 Higer Education edition – Hypebibel oder Orientierungshilfe für Schulen?

17. Dezember 2012

Der NMC (New Media Consortium) Horizon Report 2012  in der deutschen Ausgabe ist mir in die Hände gefallen. Er bietet einige interessante Punkte, scheint mir aber als Orientierungshilfe für Schulen nur sehr bedingt geeignet.

Wer hat’s geschrieben?

Interessant ist zunächst, wer hinter dem Bericht steckt.

Das NMC   – also kurz recherchiert …  Auf der eigenen Website http://www.nmc.org/about/history findet sich:

The NMC was founded October 17, 1993 by a group of hardware manufacturers, software developers, and publishers who realized that the ultimate success of their multimedia-capable products depended upon their widespread acceptance by the higher education community in a way that had never been achieved before. These companies — Apple Computer, Adobe Systems, Macromedia, and Sony — surmised that a community of innovators embedded in leading colleges and universities would amplify the impact of their tools in a wide range of disciplines, and that such a community could be uniquely self-sustaining and adaptive.

            Übersetzt:

 Die NMC wurde gegründet 17. Oktober 1993 von einer Gruppe von Hardware-Herstellern, Software-Entwickler und Publishern, die erkannten, dass der Erfolg ihrer Multimedia-fähigen Produkte in einer nie zuvor da gewesenen Weise von der breiten  Akzeptanz durch die höheren Bildungseinrichtungen abhing. Diese Unternehmen – Apple Computer,  Adobe Systems,  Macromedia und Sony – vermuteten, dass eine Gruppe von Innovatoren – eingebettet in führenden Hochschulen die Auswirkungen ihrer Werkzeuge in einem breiten Spektrum von Disziplinen verstärken würde.

Hier sorgen also gewissermaßen die Hersteller innovativer Hardware selbst für ein aufgeschlossenes Käuferpublikum …. das natürlich auf der Höhe des Trends schwimmen möchte, und hofft, in den vielen Projekten der NMC gesponsort zu werden.

Educause/ELI  hat auch an dem Bericht mitgeschrieben. Da sind Unis, Schulen  und Soft- und  Hardwarefirmen Mitglied.
Nett ist, wie den Firmen angepriesen wird, warum sie bei Educause mitmachen sollten:

EDUCAUSE Membership Benefits

We are a marketing partner who opens doors to opportunity thorugh special pricing, targeted networking options and targeted customer relationship-building activities.

http://www.educause.edu/about/corporate-participation/membership

Kurz: Marketing, ganz schnell und mit gutem Image an Unis und Schulen herantreten, an genau die richtigen Zielgruppen herankommen. Wenn diese mitspielen, profitieren sie durch verbilligte Hard und Software und ein Image der Modernität. …

Das ist alles legal, üblich und hilfreich (für die gesponsorten Unis und Schulen),  aber es wirft trotzdem ein anderes Licht auf den Bericht!

Was steht drin?

Viel Lesenswertes, aber eben mit Vorsicht zu genießen!

Zum Bericht selbst:

nmc-horizon-bericht-2012

Die Beispiele für die Nutzung der Anwendungen sind m.E.  sehr stark auf Hochschulen ausgerichtet – das muss für Schulen vielfach anders überlegt werden. Andererseits ist das klar, denn wir habe ja hier die „2012 Higher Education Edition“ vorliegen.

„Seltsam“, und etwas störend auch, dass die Worte Apple und iPad sehr häufig erscheinen. Man hätte viele Trends auch herstellerunabhängig beschreiben können.

Insgesamt muss man sehr genau überlegen (wie immer) was wir in der Schule eigentlich damit wollen. Ich sehe  schon z.T. Potential, aber vieles davon klingt mehr nach Hype, Werbung und ungerichteter Euphorie …

Welche Fragen sind im schulischen Kontext zu stellen?

  • ob Schüler nicht anders arbeiten als Studenten?
  • ob das Teilen und Konsumieren von Webinhalten und Präsentationen (genau das können Tablets sehr gut, und deswegen werden sie hauptsächlich erwähnt) für uns schon Lernen bedeutet oder die gewünschten Formen von Lernen fördern?
  • ob der Gefahr des bloßen „Copy and Paste“-Verarbeitens von Webinhalten cool aber wirksam begegnet werden kann – damit eigene Informationsverarbeitung wirklich stattfindet?
  • ob Tippen mit dem Finger auf einer Touchtastatur wirklich besser geht als auf einer echten oder das Schreiben mit einem Stift auf einem Tablet?
  • warum die Gestensteuerung gelobt wird, weil man da intuitiv das Gerät bedient, aber dann der Stift oder die Handschrifteingabe (bes . eben – wie gewohnt) mit einem Stift in den Hintergrund zu treten scheint gegenüber dem Antippen von Icons bzw. virtual keyboards.  Viele der neuen Tablets haben keine Stiftbedienung  – ist Tippen intuitiver?
  • ob mit Millionen von teuren (Apple!) Tablets in Schülerhand dann wirklich projektorientierter/schülerzentrierter  gearbeitet wird als bisher (denn wir haben ja trotzdem zu wenig  Zeit, zu viel Lehrplandruck, …)?
  • ob wir das Problem des Urheberrechts, OER, usw. schnell genug geregelt bekommen, damit wir die Möglichkeit des Teilens oder Erstellens von Inhalten wirklich nutzen können, und nicht nur die teuren Geräte dafür hätten?
  • ob wir es a) wollen und b) schnell genug damit sind, alle Bildungseinrichtungen komplett mit WiFi zu versehen, denn ohne das bringen Tablets und Mobile Learning wenig – man braucht konstante Internetverbindungen?
  • ob wir es schaffen, die Lehrer schnell genug mit sinnvollen Konzepten und Unterrichtsformen zu erreichen, damit die Nutzung der neuen Geräte nicht nur ein teurer, bunter, Internet-, Youtubevideo-, „wir-chatten-alle-auf- mittlerem-bis-niedrigem-Level-Spaß bleibt, der die sinnvollen Aspekte der neuen Techniken zu Beginn ihres Einsatzes überwuchert?
  • ob ich will, dass das „Internet der Dinge“ sogar in den Bereichen, wo ich der Welt mit Schülern real begegnen könnte (P-Seminar, Exkursion, Experiment), die Begegnung mit der Welt ersetzt – statt einer Straßbourg-Fahrt also ein virtueller Rundgang in der Stadt und im EU-Parlament und eine Videokonferenz mit der Europabgeordneten, statt des Chemie-Experiments die 3D-Animation dazu?

Was gefällt mir an dem Bericht nicht?

Warum diese Kritik von jemandem, der nicht ohne Computer leben will und erklärter Tablet-PC Fan ist?

Es geht mir um den sinnvollen Einsatz in der Schule. Und da brauche ich keine Hypes, sondern begeisternde, aber auch überlegt durchzuführende, nachhaltige Ideen.

Der Horizon Report des NMC liest sich in Teilen wie eine Hypebibel – sehr amerikanisch, zukunftsenthusiastisch. Das soll er wohl auch – eben eine begeisterte Zukunftsschau. Das birgt aber aus meiner Sicht für eher unkritische, unerfahrene oder unvorsichtige Leser und Suchende in Sachen multimediale Zukunft erhebliche Gefahren in Form von kostpieligen, ressourcenfressenden Hypes. Wer sich ihnen verweigert, wird dann auch noch leicht als technikfeindlich dargestellt.

Ich selbst habe schon zu viele Hypes (und ihr weiteres Dasein) erlebt:  PCs an sich (Schulen ans Netz), Notebookklassen, Classmates, Interaktive Whiteboards ….

Immer wurde zuerst massiv in Hardware investiert,  ein Haufen Geld ausgegeben, ein enormer Mehrwert versprochen, aber unter dem Strich, gemessen an dem was bei normalen Schülern ankam,  war die Bilanz ernüchternd.

Die Ursachen waren oft die gleichen:

  • Wartung und Instandhaltung waren nicht gesichert
  • die Anwender waren schlecht vorbereitet und betreut
  • die Konzepte für Methodik und Unterrichtsformen waren wenig entwickelt und eingeführt

Der Horizon Report des NMC hat mir zu viel von  „Guck mal was alles geht“ und zu wenig „Wie genau lernen Schüler damit mehr von dem, was sie wirklich brauchen, und wie stelle ich sicher, dass das dann so funktioniert“.

Das ist vielleicht auch nicht sein Anspruch, aber hier sollte der Report mehr bieten – sonst taugt er wenig als Orientierungshilfe oder gar Vorlage für die Gestaltung unserer Schulen.  Diesen Anspruch erhebt der Bericht aber m.E. – oder zumindest wird er so „gehandelt“.

Das heißt nicht, dass dort nicht manch lesenswerter Gedanke zu finden ist.

Die aus meiner Sicht bestehenden „Mängel“  sind wohl „bauartbedingt“, denn es werden ja nur  Technologien vorgestellt, die sich „im betreffenden Bildungssektor durchsetzen werden“ –  was uns dann wieder zum Anfang zurückbringt:

Schreiben hier Firmen und ihnen nahe stehende Anwender/Kunden einen Report, der vorhersagt, dass die von diesen Firmen hergestellten Produkte sich durchsetzen werden (und sollten)?

13. April 2012

PC als Projector Server für Apple und Android Geräte

Die Software Splashtop Whiteboard ermöglicht den Anschluss von Apple und Android Geräten über einen PC (dort kostenlosen Splashtop Streamer installieren), der per Kabel mit dem Beamer verbunden ist. Das spart den Projector Server und lässt Android Tablets zu als Alternative zu IWBs!

Der Preis für Android Geräte liegt bei ca. 7,50 EUR, für Apple Devices etwas höher.

Ein Produktvideo gibt es hier.

RLFB und neues Blog zu Tablet-PCs und Pads als Ersatz für Interaktive Whiteboards (IWBs)

20. März 2012

Grundlagen, Materialien, Links und eine angedachte Musterlösung zum Einsatz von Tablet-PCs  als Tafelersatz und günstige sowie flexiblere Alternative zu IWBs finden sich in dem zunächst als Begleitseite der passenden RLFB in  Unterfranken gestarteten Blog tabletpcatschool.wordpress.com. Dabei wird hauptsächlich auf Windows-basierte Tablet-PCs, aber auch auf  iPads eingegangen.

Die Seite soll darüber hinaus als (Tablet-PCs favorisierende :-)) Entscheidungshilfe dienen, wenn Schulen Alternativen zu den doch sehr kosteintensiven IWB suchen.

Sind Schulwikis und Datenschutz in Bayern kompatibel?

13. März 2012

Habe mir heute wegen einer anderen Frage die Verordnung zur Durchführung des Art. 28 Abs. 2 des Bayerischen Datenschutzgesetzes vom 23. März 2001, zuletzt geändert am 27. April 2010 (GVBl 2010, S. 223) mal angesehen.

Dabei fiel mir auf, dass die auf der klassischen MediaWiki Software laufenden Wikis, also auch das ZUM Wiki usw. eventuell gegen die in bayerischen Schulen geltenden Dateschutzbestimmungen verstoßen.

In der Verordnung heißt es nämlich z.B. (meine Hervorhebungen)

… werden die gespeicherten Daten der Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler gelöscht, wenn die Betroffenen, bei Minderjährigen bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres die Erziehungsberechtigten sowie bei Minderjährigen ab Vollendung des 14. Lebensjahres diese selbst oder die Erziehungsberechtigten die erteilte Einwilligung widerrufen.  … sonstigen gespeicherten Daten der Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler werden jeweils spätestens am Ende des Schuljahres gelöscht, in dem die Lehrkraft von der Schule abgegangen ist oder die Schülerin oder der Schüler ausgetreten ist.

Das ZUM Wiki (das ich gerne nutze und gut finde!) sagt jedoch unter http://wiki.zum.de/ZUM-Wiki:Datenschutz (meine Hervorhebungen):

Einmal angelegte Benutzerkonten können nicht gelöscht werden. Gelöschte Artikel und Artikelversionen können in der Regel weiterhin von Projekt-Administratoren eingesehen werden. […] Eine endgültige Löschung ist nur den Server-Administratoren möglich und kann – abgesehen von juristisch notwendigen Fällen – nicht garantiert werden.

Außerdem hieß es von Seiten der Administratoren dort sinngemäß, wirklich löschen könne man alle Beiträge gar nicht, oder sehr schlecht, man lösche eher die Links zu diesen Inhalten.

Nun arbeite ich gerne mitWikis, auch dem in unserer Schule, und wünsche keinem Wiki, dass ein Benutzer einfordert, was ihm zusteht: Die LÖSCHUNG (und das heißt, dass sie niemand mehr sehen kann, auch nicht die Admins) seiner Daten! Gerade das scheint nun in Wikis entweder nicht möglich oder nicht garantiert zu sein! Dies wiederum ist aber m.E. ein gefundenes Fressen für den Datenschützer!

Ohne die Leute bei ZUM oder in unserer Schule ärgern zu wollen, ich glaube, da müssen wir uns was einfallen lassen … gerade damit wir Wikis in der Schule weiter nutzen können.

Interactive Whiteboards vs. Tablet PCs

11. März 2012

Ein  Vergeich von TabletPCs und Active Whiteboards als Präsentationswerkzeug in der Schule

Ursprünglich als Entscheidungs- / Argumentationshilfe anlässlich der Planungen zur Neuausstattung von Schulräumen an unserer Schule geschrieben.

Wann ist Downloaden von Videos legal?

11. März 2012

Guter n-tv Beitrag von Anfang 2012 zum Thema, wann Downloads illegal sind , und wann eben nicht! Schöne Erklärung, warum peer-to-peer Netzwerke nicht o.k. sind!